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11. Aug 2016 4427

die Ötztal-Classic 2016 aus meiner Sicht

Geschrieben, ein paar Tage abliegen lassen und hier ist mein Bericht der Ötztal-Classic oder besser Ötztal-Lotterie



Es war die 18. Ötztal-Classic und viele Versprechen wurden im Vorfeld gegeben. Die Zeitnehmung wurde von einem neuen Team durchgeführt, die ersten 3 der Gesamtwertung sollte um 19.30 am Postplatz in Ötz präsentiert werden, neue Strecken und überhaupt sollte alles viel besser werden.

Von all diesen Versprechen wurden leider nicht viele eingehalten. OK, ein neues Zeitnehmer-Team war vor Ort und alles bekannte und renommierte Personen. Aber das war es auch leider schon mit den gehaltenen Versprechen.

Um es auf einen einfachen Nenner zu bringen – mancher Fehler der Vergangenheit wurde vermieden, aber viele neue haben sich eingeschlichen. Und zwar so viele, dass mir die Lust auf eine weitere Teilnahme an einer Ötztal-Classic vergangen ist. Zu gravierend sind aus meiner Sicht die Mängel und zu gering ist die Einsicht es wirklich, nachhaltig besser machen zu wollen.

Ich beginne mit der Zeitnehmung – beim Stadt-Grand Prix von Ötz, der im Prinzip eine grandiose Veranstaltung ist, waren einige Lichtschranken so gut versteckt, dass man sie trotz vorheriger Besichtigung kaum sehen konnte. Zumindest beim ersten Durchgang. Auf der einen Seite wird auf 1/100 oder sogar 1/1000 genau gemessen, auf der anderen Seite sieht man die Lichtschranken nicht und hat somit auch fast keine Chance wirklich genau zu fahren. Ich möchte die Zeitnehmung an sich nicht in Frage stellen, weil ich auch nicht belegen kann, dass etwas an der Messung nicht korrekt funktioniert hätte. Komisch finde ich, dass wir mit 1,89 Sekunden bei 7 Messungen zweite beim Stadt-Grand Prix geworden sind. Und das in einem Feld, das voll von Staatsmeistern und Kollegen war, die sicher und reproduzierbar im 1/10-Bereich fahren und dies auch schon oft unter Beweis gestellt haben. Aber es ist so und wir freuen uns über diesen 2. Platz in dieser Wertung.

Als eigenartig empfinde ich, dass der Stadt Grand Prix, auf den sehr viel Wert gelegt wird und der auch einzeln in den Ergebnislisten aufscheint, dann keine eigene Wertung wert ist. Es geht mir dabei nicht darum, dass wir damit vielleicht einen Pokal bekommen hätten können, sondern nur darum, dass ich es nicht verstehe.
Ganz schlimm waren für mich die Fehler im Roadbook. Und ich meine jetzt nicht die, welche die Navigation sehr schwer gemacht haben, sondern die, welche in Sonderprüfungen eingebaut waren.
Am Ende einer SP war der Lichtschranken um ca. 300 zu weit weg platziert. Unser Pech, dass wir an dieser Stelle um eine Kurve kamen und nicht mehr viel "Vorzeit" hatten und dann am angegebenen Punkt keine Messstelle zu sehen war. Mit 5 Sekunden "Vorzeit" war es trotz Vollgas nicht mehr zu schaffen den Lichtschranken noch zu erwischen. Andere fahren das anders und kommen da um 1 min. zu früh an und die hatten das Glück es noch zu schaffen. Ich habe in der Zeitenliste am nächsten Abend nachgesehen und mind. 25 Teilnehmern hatten hier 10 Punkte – also das Maximum ausgefasst. Dann diese Messung in der Wertung zu lassen empfinde ich als Frechheit. Fehler können immer passieren und passieren auch immer, wenn Menschen arbeiten. Aber so ein Umgang mit einem offensichtlichen Fehler im Roadbook ist aus meiner Sicht ein NoGo.
Leider war das noch nicht der einzige gravierende Roadbook-Fehler. Am Samstag ging es "lustig" weiter. Da waren zwei Sonderprüfungen aneinander gehängt. Ich frage mich ohnehin, warum diese Prüfungen Schnittprüfungen heißen, wenn sie auf sichtbare Lichtschranken am Ende gefahren werden und damit eigentlich Timing-Prüfungen sind. Aber das ist eine andere Diskussion und betrifft auch andere Veranstaltungen. Hier war es so, dass schon der erste, also der Start der gekoppelten Prüfungen, durch einen Fehler im Roadbook und nur schwer verständlichen Anweisungen im Roadbook, nur sehr schlecht zu finden war. Das Ende des ersten Teils und somit auch der Start des zweiten Teils war für viele, auch für uns, nicht zu finden. An der angegebenen Stelle sollten wir rechts abbiegen und 100m später sollten wir den Lichtschranken sehen. Der war aber nicht da. Daraufhin begannen wir ihn zu suchen und fanden ihn nicht. Also haben wir diese Prüfung aufgegeben und sind einfach auf gut Glück weitergefahren und wollten eigentlich nur noch ins Etappenziel nach Innsbruck. Unsere weitere Route war aus dem Roadbook nicht wirklich abzulesen.
Was ich beinahe vergessen hätte - am Ende der SP, bei der die Lichtschranke 300m zu weit weg montiert war, stand zu allem Überdruss auch noch der ÖMVV-Steward mit der roten Fahne und hielt alle auf. Oder besser - versuchte alle zu stoppen. Man stelle sich vor - alle (ohne Ausnahme) kamen da mit überhöhter Geschwindigkeit an, die Straße war nass, abschüssig und 50m nach der Schranke wachelt einer mit einer roten Fahne. Das es hier keinen Unfall gab ist eher dem Zufall zuzuschreiben.
Von Startnummer 1 an wurde er auf die fehlerhafte Aufstellung der Schranke hingewiesen, aber Reaktion gab es keine.
Ist der Steward nur da, um die Fahrer zu kontrollieren oder ist es nicht auch seine Aufgabe den korrekten Ablauf eines Staatsmeisterschaftslaufes sicher zu stellen?
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Kommentare

Karl
11. Aug 2016

Sehr geehrter Herr Gerhard!
Als (kleiner) Veranstalter von Classic Bewerben möchte ich meine Meinung zu Ihrem sehr umfassenden Bericht abgeben: Mich wundert es nicht (mehr), daß viele Veranstalter keine Classic Rallye`s o.Ä. mehr veranstalten wollen...egal in welcher Liga diese Bewerbe angesiedelt sind! Es ist wahrlich keine Freude, nach jedem Bewerb hier auf dieser (sehr informativen) Plattform als Veranstalter regelrecht "hingerichtet" zu werden. Zu meiner aktiven Zeit als Teilnehmer bei solchen Bewerben, gab es ebenfalls diverse Probleme oder Ungereimtheiten- die wurden aber alle fernab der Öffentlichkeit mit dem/den Veranstalter/n geklärt .. schliesslich handelt es sich um ein Hobby, wo eigentlich der Spaß und die Freude im Vordergrund stehen sollte. Ausserdem-- die von Ihnen geschilderten "Probleme" waren aber dann eh für alle Teilnehmer gleich...oder? Ich finde es sehr schade, daß sich die Oldtimer-Szene offensichtlich in eine ganz "eigene Richtung" zu drehen scheint...!
Ein Nachsatz sei mir noch erlaubt: Genau solche "Erfahrungsberichte" haben mich veranlasst, unsere beiden Veranstaltungen (Schneeberg Winter Trophy und ab 2018 auch die jährlich stattfindende RENAULT-HIETZ Schneeberg Trophy) Konzeptmäßig gänzlich umzugestalten, sodaß diese ganzen 1/1000 Spielereien so was von wuascht sein werden....! Und ich bin überzeugt, daß wir "unsere" Starter haben werden...!
mit freundlichen Grüßen
Karl Faist

roadstertouren
11. Aug 2016

Sehr geehrter Herr Fast, lieber Karl,
ich denke, dass wir uns kennen und darum nehme ich mir auch die Freiheit des "Du".

Es fällt mir ganz leicht Berichte über Rallyes zu schreiben, die gut gelaufen sind und ich mache das auch regelmäßig und gern.
Genauso nehme ich mir aber auch das Recht zu schreiben, wenn es aus meiner Sicht nicht gepasst hat.

Ich denke auch, dass Veranstalter mit Kritik umgehen können sollten. Ich habe nur Dinge beschrieben, die genau so passiert sind und weder etwas erfunden noch irgendwas dazu gedichtet. Aus meiner Sicht weit weg von einer Hinrichtung oder Ähnlichem.

Ich bin auch überzeugt davon, dass offen ausgesprochene Kritik nur gut für die Szenen sein kann. Niemand hat etwas davon, wenn es nur "Jubelberichte" gibt.

Vor Ort war der Ärger von Vielen wahnsinnig groß. Warum ich jetzt der Einzige bin, der Worte dazu findet kann ich leider auch nicht sagen.
Was mir aufgefallen ist, dass viele einfach resigniert haben, weil es "ja eh schon immer so war".

Karl
11. Aug 2016

Hallo Gerhard!
Auch bin ich für per Du!
Zum Bericht: Selbstverständlich steht jedem frei, über Veranstaltungen zu berichten - wenn sie gut waren genauso, wie wenn eben katastrophal! Allerdings würde ich es etwas anders formulieren - aber das ist natürlich auch jedem Verfasser seine Sache....!
Aber zum Grundsätzlichen vielleicht noch: Mir kommt sowieso vor, als wenn heutzutage erwartet wird, daß jeder LS, jeder Plastikhut so sichtbar und was weis ich noch wie - stehen soll/muß..!Für mich waren die besten Veranstaltungen diejenigen, wo dann eh nur mehr die "Allwetterfahrer" da waren..Beispiel gefällig? Leiben Classic Night 2008 - Start um 15.00h, Ziel um (geplant) 23.00h, Streckenlänge ca. 300km, Monat Ende Nov, Straßenbelag: ca 50cm Schnee! Dazu Nebel, Finster auf Grund der Uhrzeit sowieso...da suchst keinen Lichtschranken mehr, der is dir da nämlich so was von... - die Zeitabweichungen bei den Schnittprüfungen betrugen im Schnitt 45 Minuten(!!!) Allradautos blieben stecken, leider gab es auch einige Unfälle mit teilweise Totalschaden (aber keinerlei Personenschaden) ... Da war rein die Zielankunft (um ca. 00.30h - 01.00h) ein "Sieg"!Und weist wie diese Veranstaltung war/empfunden wurde? Supergeil und lässig! Nix für -wie sagt man heutzutage?..- Weicheier oder Warmduscher..oder wie auch immer..!Leider gibt es nur mehr wenige solcher Bewerbe... Heut ist wieder scheinbar das Parkplatz-Herumgekurve zwischen einem Haufen Lichtschranken "in"...! Gut- jeder wie er (sie) will... aber das ist eh wieder eine andere Geschichte! Abschließend kann ich zu Deinem Bericht nur noch eines sagen: Es war keine Vermutung von mir, daß sich mancher Veranstalter über solche Berichte ärgert, sondern es ist Fakt - man spricht ja auch untereinander darüber!
mfG
Karl

eugen
11. Aug 2016

Servus Gerhard,
Servus Karl,

ich möchte mich auch kurz dazu äußern und die Diskussion um meine Sicht erweitern - da wo ich was dazu sagen kann, denn bei der Rallye bin ich nicht mitgefahren:

@Gerhard
in meiner Leseart finde ich deine Kritik durchwegs seriös - ob sie stimmt und angemessen ist kann ich nicht beurteilen, da ich ja nicht dabei war.
Wenn ich mal bei einer Rallye mit dabei bin, ist mir mein Ergebnis nicht sehr wichtig - aber ich bemühe mich schon aus Respekt gegenüber dem Veranstalter und den anderen Teilnehmern die gestellten Aufgaben so gut wie möglich zu meistern. Da der Veranstalter für die Teilnahme aber auch ein Startgeld nimmt, steht er gegenüber den Teilnehmern in der Verpflichtung die Veranstaltung wie ausgeschrieben auch zu gewährleisten. Und wenn es dabei Mängel gibt, dann dürfen und sollen diese auch angesprochen werden. Der Unmut findet sowieso sein Ventil, und dein Umgang mit deinem Unmut finde ich jedenfalls seriös und auch informativ. Ich persönlich mache mir dann eh mein eigenes Bild dazu und bewerte deine Kritikpunkte nach meiner persönlichen Gewichtung. Aber ich bin dir als Leser für deine Sicht der Dinge - ob ich diese annehme oder auch nicht - jedenfalls dankbar. Ich muss nicht jede negative Erfahrung selbst machen und freue mich anderseits sehr über Empfehlungen denen ich trauen kann. Und du gehörst für mich zu den Personen, deren Meinung mir persönlich wichtig ist.

eugen
11. Aug 2016

@Karl
Ich gebe dir schon Recht - Rallyeteilnehmer sind oftmals nicht sehr fehlertolerant gegenüber ihren Veranstaltern. Ob das früher besser war, kann ich nicht beurteilen, da ich erst kurz mit der Rallyeszene in Berührung bin. Zu beobachten ist, dass die Emotionen im positiven wie im negativen hoch gehen. Ich denke die Veranstalter kennen das und leben damit - oder eben auch nicht. In der Kritik standen sie bestimmt immer schon - und auch in einer öffentlichen in Form von Mundpropaganda. Einer solchen kann ich als Veranstalter aber gar nicht entgegenwirken, da ich nicht weiß von wo diese ausgeht, was im Laufe der Übermittlung hinzugefügt wurde und es gibt auch keine Möglichkeit geeignet darauf zu replizieren. Anders in diesem Fall: Von wem die Kritik stammt ist erkennbar und der Betroffene kann auch sehr einfach und direkt darauf reagieren. Und auch andere Teilnehmer können ihre Sicht der Dinge ergänzen - wie du es getan hast - oder selbst einen Erfahrungsbericht schreiben. Der kluge Leser bildet sich schon selbst sein Urteil (und dumme Leser wollen die Veranstalter eh auch nicht als Teilnehmer :-)
Die Veranstalter können hier auf HERRENFAHRER.com aber noch viel mehr für ihre Veranstaltung tun - dieses Portal bietet ihnen vielfältige Möglichkeiten ihre Veranstaltung geeignet zu präsentieren und zu kommunizieren. Und zwar proaktiv.

Aber bestimmt entwickelt sich die Rallyeszene mit den Messmethoden der Veranstalter und der Teilnehmer in eine Richtung wie du sie beschrieben hast - und wenn man in Hundertstel misst und wertet, dann ist davon auszugehen, dass der Anspruch der Teilnehmer auf Methode und Wertung hoch ist. In diesem Sinne freue ich mich schon zu erfahren, wie du die Schneeberg Winter Trophy und ab 2018 auch die jährlich stattfindende RENAULT-HIETZ Schneeberg Trophy konzeptionell neu ausrichten wirst. Vielleicht ist bis dahin mein R5 Alpine Turbo fertig und fahrbereit.

Schöne Grüße
;-) eugen

hollinek
11. Aug 2016

Back tot he roots!
Seit geraumer Zeit versuche ich die stattfindende „Entfremdung“ des Oldtimersportes aufzuzeigen. Das Echo war nicht gerade groß, aber es haben sich zumindest folgende Facts herauskristallisiert:
1. Die Classic Rangliste Österreich listet 600 Teams (Platz 1-10/Rallye). Bei durchschnittlich 30 Startern pro Rallye sind das mindestens 1.800 Teams und mehr als 3.600 Personen die jährlich an Rallyes teilnehmen!
2. Aber es gibt lediglich rund 25 Teams, die das ganze SPORTLICH betreiben. Diese Teams sind auch technisch perfekt ausgerüstet.
3. Die Österreichische Staatsmeisterschaft hingegen bekommt nicht einmal in allen Kategorien die ersten drei Plätze zusammen. Eva ist kurioser Weise derzeit „Vizestaatsmeisterin“ in ihrer Klasse – Zweite von Zwei! (Bitte dazu NICHT gratulieren!).
4. Es existieren nebenbei mehrere „Cupveranstaltungen“, die einzelne Rallyes zu Jahreswertungen zusammenfassen.
5. Die überwiegende Mehrzahl der Starter will lediglich Spaß haben (was immer das auch ist). Oldtimerrallyes mit Promieffekt und Eventcharakter sind begehrt.
6. Schnittprüfungen mit unbekannten Messpunkten, schnelle ZKs und schwierige Orientierung (das eigentliche Rallyeprinzip) sind OUT.
7. Timingprüfungen und verschachtelte Lichtschranken sind IN (kann man auch auf einem Parkplatz machen und braucht das Auto nicht schinden).
8. Mit mehrtägigen Veranstaltungen und verschieden Wertungen versucht man Starter zu gewinnen (Offene Klasse, Sanduhrklasse, Tages-, Youngtimer-, Gäste- und Markenwertungen und sonstige) „richtige“ Oldtimer findet man immer seltener.
9. Veranstalter packen immer mehr „Messungen“ in die Strecke um attraktiver zu werden, aber nur wenige haben dafür auch die technischen, personellen, finanziellen und organisatorische Ressourcen –die Fehleranfälligkeit steigt zwangsläufig und damit verbunden die Unzufriedenheit.
Irgendwie wächst uns das alles über den Kopf Es ist höchste Zeit, umzudenken: Keep it simple - Back tot he roots!
LG Richard

eugen
11. Aug 2016

@Richard
ich begrüße deinen Aufruf "Back to the roots!" und schließe mich stimmlich voll an. Auch wenn ich die "Roots" von Classic-Rallyes viel zu wenig kenne, würde ich sie gerne kennenlernen. Instinktiv spüre ich, dass mir dass sehr gefallen würde.

;-) eugen

roadstertouren
11. Aug 2016

@Richard - bin ja auch noch viel zu jung dabei. Beschreibe bitte die "roots" ein wenig. Danke!

Reiner
11. Aug 2016

Es sind zwei wichtige Dinge, die eine Oldtimerrallye ausmachen: Zeit und Kilometrierung. Das kann doch nicht so schwer sein, dass man das schafft, obwohl anscheinend schon, da es ja 90% der Veranstalter nicht hinbekommen.

Karl
11. Aug 2016

@ Richard!

Du hast es wieder einmal ganz genau auf den Punkt gebracht! Sehr, sehr gut!
mfG
Karl

hollinek
11. Aug 2016

Das Prinzip war denkbar einfach: Von A nach B in einer vorgeschriebenen Zeit. Schwierige Orientierung, schwierige Straßen, flotte Schnitte. Das Roadbook von Wien bis ans Schwarze Meer waren kaum 16 Seiten stark und hatte händische Skizzen des Streckenverlaufs. Das Wort KALIBRIERUNG oder KILOMETRIERUNG kannte niemand. Gemessen wurde simpel auf Minute oder maximal auf Sekunden. VERANSTALTUNGSZEIT war ein Fremdwort, jede Stempeluhr auf der Strecke hatte ihre eigene (mechanische) Zeit. Einige Veranstaltungen hatten Zeitpuffer, die man „verlieren“ konnte: 60 Minuten Puffer für die ganze Rallye. Hast du bei 6 ZKs jeweils 10 Minuten verloren war dein Puffer weg und du warst draußen. Gewonnen hatte der, der noch den größten Zeitpolster über hatte – Ziel war also, immer in der ersten Sekunde bzw Minute anzukommen. Hubraumklassen wurden berücksichtigt.
Das ist aber nur eine extreme Kurzdarstellung des historischen Rallyemodus. Es gab noch viel mehr Varianten, die sogar in einem zweibändigen englischsprachigen Werk dargestellt wurden. Leider kennt das Buch heute keiner mehr, es ist auch längst vergriffen.
LG Richard

eeh1
11. Aug 2016

Es ist sinnlos über die Ötztal noch mehr Worte zu verlieren.Es wird nicht besser deswegen.Das Resume ist.Mein Beifahrer und ich haben das Fahren und Zählen usw in kurzer Zeit verlernt.Haben alles bei der Ennstal gelaasen.
Dazu kommt noch das wir beide erblindet sind da wir die Lichtschranken nicht mehr gesehen haben und deswegen auch protestierten das hatte aber den Nschteil das ein paar Lichtschranken spätaer uns entgegen oder davon liefen denn sie standen dann nicht mehr dort wo sie sein sollten.Komisch aber auch!Nun werden wir halt die letzten beiden Rallys nicht mehr als Staatsmeisterschaftslauf fahren sondern als Übungsfahrten für die Zukunft.Das heisst nie wieder eine Staatsmeisterschaft.Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen auch wenn ich mir dadurch keine Freunde mache.

eeh1
11. Aug 2016

Nachtrag:
Bei den Übungsfahrten bin ich dann auch nicht mit dem Mann mit der roten Fahne konfrontiert!!!

MFPmotorsport
12. Aug 2016

Hallo
Zum Ablauf und zur Qualität der Rally will ich hier nichts beitragen, weil ich nicht dabei war. Aber nur ein andrer Aspekt von mir. Wenn eine Rally Nenngeld von 700€ oder mehr hat, kann und darf man sich Qualität und auch Genauigkeit erwarten. Weil das ist verdammt viel Geld. Andererseits gibt es, Gott sei Dank, noch Veranstalter wie eben z.B. Karl Faist. Karl schafft immer eine tolle kostengünstige Rally mit ebenfalls sehr schönen Prüfungen in sehr guter Qualität zu organisieren. Ich bin froh, lieber Karl, dass du dich und dein Team nicht unterkriegen lässt und freu mich schon auf deine nächsten Veranstaltungen.
Ich persönlich sehe die Sache nicht ganz so Streng wie manch andere, in erster Linie steht für mich ein schöner Tag im Vordergrund, bei dem wir natürlich ernsthaft um den Sieg mitkämpfen. Übrigens, haben wir auch schon eine Leiben Night als letzter beendet, uns aber trotzdem wie "Sieger" gefühlt. Einfach nur weil wir sie geschafft haben und es eine tolle Erfahrung für meinen Co. und mich war.

LG
Manfred Kreil

Reiner
12. Aug 2016

Hallo!
Wenn diese Missstände bei der Ötztal Classic schon seit Jahren sind, warum unternimmt niemand vom ÖMVV etwas dagegen?? Die sind doch für die Staatsmeisterschaft zuständig. Wenn eine Veranstaltung die simpelsten Kriterien des Staatsmeisterschaftsreglements nicht erfüllen kann, dann ist es kein Staatsmeisterschaftslauf mehr...
Man verschickt Stewarts mit roter Fahne (wie eeh-1 geschrieben hat), welche nur im Weg stehen und kein Fachwissen haben, das war es!
Mich windert nicht, dass sich die Teilnehmer abwenden.

roadrunner
12. Aug 2016

Leider muss ich feststellen, dass die Stimmung in den letzten Jahren immer aggressiver wird, zwischen den einzelnen Teilnehmern (gegenseitige Vorwürfe und Beschuldigungen) und zwischen Teilnehmer und Veranstalter. Das finde ich sehr schade, da Oldtimerfahren eigentlich ein sehr schönes Hobby ist, bei dem man die Gelegenheit hat gemeinsam Zeit zu verbringen und etwas zu erleben.

Ja, das Roadbook bei der Ötztal Classic hatte Fehler. Ja, die Messpunkte waren nicht immer klar gekennzeichnet. Ja, die Tafeln standen in den meisten Fällen falsch. Aber ich bin der Meinung, dass die Stimmung bei der Ötztal dermaßen überproportional aggressiv und vergiftet war (zumindest unter den ersten 12 Startern), dass ich eigentlich die Lust an diesem Hobby verloren habe. Manchmal habe ich das Gefühl, dass unser Hobby leider zur Kompensation anderer Defizite verwendet wird. Im Grunde war es eine schöne Veranstaltung: Schöne Streckenführung durch eine herrliche Gegend. Sehr gutes Essen und Locations (Motorrad-Museum Hochgurgl, Altstadt Innsbruck).

Mein Vorschlag für Veranstaltungen, die zur Staatsmeisterschaft zählen (falls es diese noch geben sollte):
Ein individuelles Streich-Ergebnis pro Fahrer und Veranstaltung. Mehr Transparenz bei Protesten: Wer hat offiziell den Protest eingebracht; wer trifft die Entscheidung, ob der Protest stattgegeben oder abgewiesen wird – man könnte vorher drei Personen definieren (Veranstalter, ein Fahrer, ein Steward). Nebenbei bemerkt: Prüfungen müssen nicht gestrichen werden, weil die meisten Teilnehmer sie nicht geschafft haben bzw. können sie gestrichen werden, wenn dem Veranstalten offensichtlich ein Fehler unterlaufen ist, die meisten Teilnehmer sie aber trotzdem geschafft haben. Der Steward sollte außerdem nicht nur den Teilnehmern auf die Finger schauen, sondern vor allem den Veranstalter kontrollieren/helfen/schulen.

LG
Paul

Reiner
12. Aug 2016

Hallo Paul!

Allerdings brauche ich für: "Schöne Streckenführung durch eine herrliche Gegend. Sehr gutes Essen und Locations" keinen Veranstalter, den brauch ich für genaue Zeit und Strecke! Wenn das Wochenende 1500.-€ kostet (inkl. Nächtigungen, Treibstoff etc.) und die Veranstaltung den "Titel" Staatsmeisterschaft trägt, dann sollten diese grundlegenden Dinge funktionieren!

roadstertouren
12. Aug 2016

Hallo Paul,

von Aggressionen zwischen den Teilnehmern habe ich nichts bemerkt.

Die Idee mit einem individuellen Streichresultat ist sicher eine gute und wird sicher einige Diskussionen vermeiden.

Auch der Gedanke je einen Vertreter von Veranstalter, Fahrern und ÖMVV quasi als Jury einzusetzen ist sicher eine gute Idee.

Fakt ist aber euch, dass zB die sichtbaren Lichtschranken auch sichtbar sein müssen, denn sonst wird das ganze zum Glücksspiel.
Natürlich sich wir vorher die Strecke abgegangen und haben uns die grünen Markierungen angesehen, wo später die Lichtschranken aufgestellt waren. Aber im Stadt GP ist es dann wieder eine andere Sache, wenn man da mit 40, 50 oder mehr km/h daher kommt und die Messstelle sucht. Wir haben sie zum Glück sehr gut erwischt, andere halt nicht.
Oder wenn eine Lichtschranke 1km näher steht als angegeben. Manche haben sie zufällig gefunden, andere nicht oder zu spät.
Es geht für mich auch um Chancengleichheit. Für ein Glücksspiel gibt es andere Orte.

Klar war die Veranstaltung in einer tollen Umgebung und heuer hat auch größtenteils die Gastronomie gepasst und es wird viele geben, die genau aus diesen Gründen dahin fahren. Wir sind aber wegen des Wettbewerbs da gewesen und da sind dann halt andere Dinge wichtig.

Ich bin auch ganz ehrlich überzeugt davon, wenn die Veranstalter die Rallye zu einer anderen Form von Rallye "umbauen" und noch mehr wert auch Gastronomie und tolle Ausblicke legen, werden auch mehr Teilnehmer kommen. Es sind dann halt andere, die wahrscheinlich weniger wert auf Roadbook und Prüfungen legen.
Da gibt es weder gut noch schlecht, nicht falsch oder richtig - es soll aber eine Veranstaltung als das deklariert sein, was sie dann wirklich ist. Und hier war sie als Staatsmeisterschaftslauf deklariert und als solche wird sie dann auch bewertet.
Es allen recht machen zu wollen funktioniert halt nur in den seltensten Fällen.

Das ich nach den Versprechungen im Vorfeld enttäuscht bin ist natürlich auch meine Sache

Jag68
16. Aug 2016

Hallo zusammen:
melde mich sozusagen aus dem "Off".
@ Karl: wir freuen uns schon auf den Schneeberg, Sommer oder Winter
@ Richard: ja, back to the roots (flott, aber fair, anspruchsvolle Navigation, Extrembeispiel LeJog in GB - haben wir uns aber noch nicht zugetraut :-()
Aber es gibt sie, solche Rallyes. Auch in Ö. Stehen halt meist nicht im "Kalender"
LG
Hannes

Reiner
17. Aug 2016

Hallo!
Diese Rallyes stehen auch oft nicht in den Kalendern, weil diese auf Geschwindigkeit ausgerichtet und damit illegal sind!
Dass dann noch einem "Veranstalter" gefällt, dass bei diesen Rallyes einige Totalschäden waren, halte ich für besonders merkwürdig!
Wichtiger wäre eine genaue Zeit und Kilometrierung, einfach auf das Grundlegende achten, dann braucht man sich auch nicht schimpfen lassen. Die Szene verändert sich nun mal im Laufe der Jahre, die Veränderungen gehen in eine Richtung, die die Teilnehmer wollen!
Schade finde ich, dass sich keiner der Veranstwortlichen (Ötztal oder ÖMVV) hier zu Wort meldet.
LG Reiner

Karl
17. Aug 2016

Hallo!
@Reiner: Ich vermute, daß da etwas mißverstanden wurde! Es wird keinen Veranstalter geben, der sich über Totalschäden freut - das wäre ja...!Sollte mein Eintrag bezügl. dieser damals wirklich schwierigen "Leiben Classic Night" gemeint gewesen sein-- es war deshalb eine sensationelle Veranstaltung, weil es eben schwierig und dadurch nicht für jedermann (die Schönwetterfahrer...) geeignet war. Ich glaube, daß wir hier nicht die Vielfalt der mittlerweile angebotenen Bewerbe diskutieren müssen. Ist ja auch gut, daß es für Jeden/Jede etwas gibt - vielleicht sollte man im Vorfeld abchecken, welche Veranstaltung den eig. Erwartungen entspricht! Einmal bin ich bei einem "Staatsmeisterschaftslauf" gefahren (welcher, tut hier nix zur Sache) bin sogar damals (2009) 3. geworden...und habe mir mit meinem damaligen Co geschworen-"nie wieder..."! Für mich war das nämlich eine Kasperlveranstaltung (Who is who usw.)!
Es ist nicht leicht, eine Oldtimer-"Rallye" -für alle Teilnehmer gleich attraktiv zu gestalten - setzt man die Schnitte im oberen Bereich an, gepaart mit einer kniffligen Navigation, befindet man sich rasch im "Kriminal".. einmal verkoffern und man hat ein illegales Autorennen,plant man gemächlich und leicht, kommen die nachträglichen Rügen und Kritiken. Und ich spreche hier nur von Etappen und Schnittprüfungen - das Parkplatz Herumgefahre wird von uns prinzipiell verweigert! Und zur angesprochenen Szene-Veränderung--das stimmt...leider! Es gibt mittlerweilen -meiner Meinung nach- zuviele Bewerbe und was noch ärger ist...zuviele Menschen, die dem Hobby "altes Blech" (oder wie man das auch immer nennen mag...)frönen...und es sind nachweislich sehr viele Neuzugänge dabei, die das scheinbar aus "Mode-Trend" Motivation betreiben..! Nix für ungut - aber so sehe ich die Sache!
mit freundlichen Grüßen
Karl Faist

roadstertouren
17. Aug 2016

Ich finde es gut, dass es verschiedene Arten von Veranstaltungen gibt. Ich denke aber, dass es schon zu viele sind. An manchen Wochenenden könnte man locker 3 fahren. Da nehmen sich die Veranstaltungen wahrscheinlich gegenseitig Teilnehmer weg.

Im Prinzip ist es egal welche Art von Rallye angeboten wird. Die grundsätzlichen Dinge müssen einfach funktionieren - Roadbook und Zeitnahme/Auswertung. Und wenn im Vorfeld klar ist, um welche Art von Rallye es sich handelt, kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, ob er da fahren will oder nicht.

Es ist ja auch gut, dass es viele Neuzugänge gibt - sonst gäbe es ja irgendwann keine Teilnehmer mehr ;-)

Ob "Parkplatzgehüpfe" oder schwierige Schnittprüfungen - beides hat seine Berechtigung und beides hat seine Anhänger Die Vielfalt macht es aus und die Vielfalt ist wichtig.

Reiner
17. Aug 2016

Hallo Karl!
Man kann die Staatsmeisterschaftsläufe (wie man hier sieht) nicht untereinander vergleichen, da gibt es haushohe Unterschiede!!! Der ÖMVV versucht seit vielen Jahren vergeblich ein einheitliches System bei den Veranstaltungen durchzubringen, die meisten halten sich nicht daran und der ÖMVV schaut zu...
Was man aber fix sagen kann; es gibt keine Veranstaltung der Staatsmeisterschaft welche eine Promiveranstaltung ist (das lese ich aus deinem who is who).
Wenn diese Art der Veranstaltung nichts für dich ist, dann ist es ok, aber vielen macht das Spaß und jenen sollte eine ordentliche Organisation geboten werden! Ich fahre zum Beispiel auch keine Veranstaltungen, bei der 2-3 Messungen auf 200km sind (wie deine Schneeberggeschichten), da fahre ich lieber 30 Messungen auf einem Parkplatz, aber wie gesagt, jeder soll das machen, was er will (am besten ohne dass er von anderen verurteilt wird).
Die Veranstalter sollten in der Ausschreibung genau deklarieren, was den Teilnehmer erwartet und das auch richtig umsetzen, Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass sich die meisten Veranstalter selbst nicht 100%ig auskennen...

LG Reiner

Jag68
17. Aug 2016

1.) In einer politisch korrekten Gesellschaft hat der Spaß seine Regeln zu haben.
2.) Viele Jäger (Veranstaltungen)sind der Hasen (Teilnehmer) Tod.
3.) de gustibus non est disputandum
4.) Over and off

Karl
18. Aug 2016

Hallo!
Für mich nun abschließend zu diesem Thema:
@Reiner: Genau so soll es sein - jeder/jede soll teilnehmen, wo er/sie will - ohne Verurteilung! Deshalb: Schön, daß es eine solche Vielfalt an Veranstaltungen gibt! Daß eine Ausschreibung den Charakter des Bewerbs eindeutig beschreiben soll, ist ja wohl klar - nur... lesen sollten die AS halt auch alle Teilnehmer(und da wird jeder Veranstalter schon so seine Erfahrungen gemacht haben....merkt man an den komischten Fragen am Veranstaltungstag..)
Aber nun nochmal zum eigentlichen Thema hier (eigentlich zu meinem ersten Eintrag zu Gerhard`s Thema): Mich wundert es nicht, daß sich keiner der Veranstalter hier zu Wort meldet... wie gesagt: Ich finde, es gehört sich nicht, daß man eine Veranstaltung/einen Veranstalter regelrecht "hinrichtet"-- und dabei bleibe ich!(Es gäbe ja alternativ auch ein Telefon, eine E-Mail, ein persönliches Gespräch usw...jeder Veranstalter würde Kritik auf diesem Weg begrüßen)
So - nun muß ich mich unserer -am Samstag stattfindenden - Veranstaltung widmen, sonst habe ich eventuell auch.......
mit freundlichen Grüßen
Karl Faist

roadstertouren
18. Aug 2016

Viel Spaß und Erfolg bei deiner Veranstaltung Karl!
Noch ein Wort zur "Hinrichtung" - ich sehe das nicht so.
Jeder Veranstalter nimmt gern positive Bewertungen und Berichte. Zum Teil auch für die Eigenwerbung - und das ist auch gut so. Wenn etwas gut war, soll es auch so dargestellt werden und diese Darstellung darf auch gern verwendet werden.
Genauso muss man aber auch mit Kritik leben können. Egal in welcher Form und egal woher.
Es gibt auch keine Veranstaltung und kein Roadbook ohne irgendeinem Fehler. Ist auch ganz natürlich so, weil ja Menschen daran arbeiten und Menschen Fehler machen.
Es ist aber ein großer Unterschied, ob ein Fehler in einem Roadbook kurzes Stirnrunzeln verursacht oder in die Wertung eingeht. Über einen Fehler, wo man halt mal vielleicht um 20m zu weit fährt oder 5 Minuten suchen muss, wird auch niemand reden. Es ist passiert, es ist nichts Schlimmes passiert – abhackeln und weiter geht’s.
Wenn Veranstalterfehler aber in die Wertung eingehen, schaut die Sache schon gewaltig anders aus und da ist dann der Veranstalter gefragt und muss klare Entscheidungen treffen.
Ich habe in meinem Bericht viele Sachen gar nicht erwähnt, weil es eventuell Angriffe auf einzelne Personen gewesen wäre. Das liegt mir fern und da gab es und wird es noch persönliche Gespräche geben.
Dass mein Weg nicht so falsch sein kann, zeigt mir auch das persönliche Feedback, das ich bekomme. Einzelne haben sich auch hier schon geäußert und andere werden das wahrscheinlich noch tun.
Es gibt auch Stimmen, die wesentlich mildere Beschreibungen finden und auch das ist gut so. Meine Meinung zu diesem Thema ist weder die Einzige, noch die einzig richtige.
Klar gibt es auch andere Wege und meist beschreite ich diese auch - vor allem dort, wo ich eine Chance sehe, dass Kritik positiv aufgenommen wird und sehe dann auch mit Freude und ehrlicher Anerkennung, wenn Veranstalter an der nächstjährigen Rallye Verbesserungen durchziehen.

JagDrivers
31. Aug 2016

Für mich sind die Qualitätskriterien, die an einen Staatsmeisterschaftslauf zu stellen sind, ganz klar nicht erfüllt:

Eklatante Fehler in der Kilometrierung innerhalb einer SP, die Lichtschranken waren um mehrere hundert Meter (ca. 800) falsch positioniert, lassen den Schluss zu, dass der Veranstalter die Strecke nie mit einem Fahrzeug mit Wegstreckenzähler abgefahren ist. Laut Auskunft wurde die Strecke mit GPS vermessen, was immer das heißen mag.
Immerhin wurde diese SP gestrichen.

Unverständlich, warum dies bei einer anderen SP, bei der die Lichtschranke um 300 Meter zu weit weg aufgestellt war, nicht erfolgte. Laut Auskunft des ÖMVV Stewards, der uns auf abschüssiger nasser Fahrbahn zu einem abenteuerlichen Bremsmanöver zwang, wurde der Fehler erkannt und die SP würde aus der Wertung genommen. Dies ist nicht erfolgt.

Auch die Zeitnehmung funktionierte nicht einwandfrei. So wurde uns bei der ersten Lichtschranke beim Stadt GP eine Differenz von 2,5 Sekunden bescheinigt und die Fehlmessung erst nach mehrfacher Urgenz korrigiert. Trotz genauer Besichtigung waren die Lichtschranken nicht zu sehen.

Seitens des ÖMVV sollte man sich dringend überlegen, ob bei derart vielen groben Fehlern nicht auch nachträglich den Status eines Staatsmeisterschaftslaufs entziehen sollte, anstatt durch Einbeziehen von Passierkontrollen und falsch kilometrierten SPs das Minimalerfordernis aufrecht zu erhalten.

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